Kategorien
Auf zum perfekten Ich

Freundschaft

Es heißt Freundschaft, weil man mit Freunden alles schafft.

Was ist Freundschaft?

Freundschaft bezeichnet ein auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander, das sich durch Sympathie und Vertrauen auszeichnet.

Echt? So einfach?

Vielleicht war früher alles viel einfacher mit der Freundschaft, als wir noch mit der Zahnspange im Schlafanzug unserer allerbesten Freundin die ganze Nacht durch unsere Geheimnisse anvertrauen konnten. Heute, 30 Jahre später sitze ich mit meiner Freundin nicht mehr im Schlafanzug auf dem Bett. Aus unterschiedlichen Gründen: 1. Ich fühle mich nur mit Schlafanzug bekleidet nicht mehr wohl genug. 2. Ich schaffe es nicht mehr die ganze Nacht durchzureden. 3. Früher war ich überzeugt, dass wir in dieser Nacht die Welt verändern können. 4. Mir fällt es schwerer Freunde zu finden 5. und ihnen so leicht zu vertrauen, wie eben mit 13.

Zwei junge Mädchen, die sich umarmen

Freundschaft ist weit tragischer als Liebe. Sie dauert länger.

(Oscar Wilde)

Im Kindesalter hatte ich viele beste Freundinnen. Alle für immer. In der Grundschule die eine, von der 5.-7. Klasse war es eine andere. In jedem Zeltlager hatte ich eine beste Freundin – einen Sommer lang. In der Jugend sind Freundschaften soziales Kapital, die das Ansehen in der Gruppe stärken. Forscher der Aalto Universität und der Oxford Universität haben Freundschaften intensiver untersucht und heraus gefunden, dass sich bis zum 25. Lebensjahr der Freundeskreis vergrößert und danach immer kleiner wird. Die erwachsene Vorstellung von Freundschaft geht davon aus, dass Beziehungen nicht exklusiv sind. Dass es neben der einen auch noch andere vollwertige Freundschaften geben darf und das kann es uns im Alter erschweren neue Freundschaften einzugehen.

Aber es lohnt sich!

Wir werden erfahrener, wägen gut ab, wem wir unser Vertrauen und unsere Zeit schenken. Und ich denke, unsere Geheimnisse legen mehr an Gewicht zu. Freundschaften können etwas Wunderbares sein – und die verbliebenen aus Kindertagen begleiten uns ein Leben lang in inniger Verbundenheit, tiefer Freundschaft und Vertrautheit.

zwei Teenager-Mädchen, die nebeneinander auf einer Liege liegen und sich scheinbar unterhalten. 


Wenn eine Freundschaft länger als sieben Jahre hält, ist sie für die Ewigkeit.

Ein guter Freund, den man nahezu täglich sieht, macht laut Studie so glücklich wie ein Gehalt von rund 90.000 Euro. Aber Freundschaft macht nicht nur zufriedener, sondern auch gesünder. Sie minimiert das Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depression zu erkranken.

Wie also an neue Freunde kommen, wenn das Leben sich verändert hat? Weil Freunde verzogen sind, oder eine Trennung den Freundeskreis verändert hat?

Herausforderung: neue Freunde finden

Das schwierigste wird sein, sich auf neue Menschen einzulassen. Versucht offen und aufgeschlossen zu sein. Eine gute Basis sind gemeinsame und regelmäßige Interessen wie zum Beispiel ein Sprachkurs, eine Laufgruppe oder ein Kochkurs. Manchmal werden aus Bekannten ganz unbemerkt Freunde. So genannte Brückenfreundschaften. Wenn aus der Kollegin eine Freundin wird. Aus der Mutter des Freundes vom eigenen Kind. Oder die Nachbarin, die den gleichen Weg zum Bus nimmt.

Freunde zu finden und die Beziehung zu pflegen ist nicht immer leicht, aber eine wertvolle Investition. Wer gute Freunde hat, kommt leichter durchs Leben. Versucht euch bewusst einen Abend in der Woche für Freundschaften freizuhalten. Es muss nicht immer der Abend im Schlafanzug sein, ein Telefonat reicht vollkommen.

Bilder: pixabay

2 Antworten auf „Freundschaft“

Ein schöner Artikel 😊
Ich habe meine beste Freundin jetzt seit 27 Jahren. Seit der 5.Klasse am Gymnasium. Vor 1,5 Jahren hat sie mich zur Patin ihres Kindes gewählt. Wir sind uns sicher dass wir später noch im hohen Alter zusammen am Kaffeetisch sitzen und quatschen werden. Ich weiß genau, würde ich sie nachts anrufen würde sie sofort da sein wenn es nötig wäre. Sowas macht doch Freundschaften aus 😊
Und ich versuche auch immer meinen Kindern zu erklären: nicht die Anzahl der Freunde ist wichtig sondern zu wissen, sie sind da für dich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.