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(Un)perfekter Alltag

Ordnung im Kleiderschrank

Den einfachsten Einstieg in das Projekt Ordnung findet ihr über den Kleiderschrank. Von Kleidung kann man sich gut trennen und man trainiert das Abschiednehmen.

Wenn ihr Sylvias Artikel gelesen habt, dann ist euch das Buch von Marie Kondo (Affiliate Link) aufgefallen. Dieses Buch möchte ich euch auch empfehlen. Besitz lähmt einfach. Unordnung raubt Zeit, weil man sucht. Oder wenn man zuviel von allem hat und sich nicht entscheiden kann. Am leichtesten ist der Anfang mit dem Kleiderschrank. Dafür braucht ihr ca. 2-3 Stunden Zeit.

Weniger ist mehr

Kennt ihr meinen Artikel über Capsule Wardrobe? Ich möchte hier gerne kurz aufzählen, warum es Sinn macht, mit 30-40 Teilen auszukommen.

  • 20% des Inhaltes unseres Kleiderschranks nutzen wir nicht.
  • Viele Teile sind auch viele Möglichkeiten. Versucht den Einstieg mit 10 Teile – 10 Tage.
  • Wer wenig hat, weiß auch, was er hat. Mit weniger Teilen hat man einfach weniger Probleme.
  • Wer weniger kauft, kann das gesparte Geld für bessere, fairere oder hochwertigere Sachen ausgeben. Wo euer Schwerpunkt eben liegt.
ein Kleiderschrank mit 3 Fächern, die jeweils beschriftet sind. und einer Stange, an der Kleider auf Bügeln hängen. Das Bild soll symbolisieren, dass man mit 30-40 Teilen gut auskommen kann.

Eine einfache Methode ist, sich auf 3 Grundfarben und 2 Akzentfarben in der Garderobe festzulegen. Meine Grundfarben zum Beispiel sind Blau, Grau und Schwarz. Die Akzentfarben sind in den Jahreszeiten unterschiedlich. Bei den Jahreszeiten unterscheide nur zwischen Sommer und Winter. Im Sommer kann ich Gelb und Weiß tragen. Im Winter werde ich gefragt, ob ich krank bin, wenn ich diese Farben trage. Ich gebe zu, dafür braucht man etwas mehr Zeit, als ich oben angegeben habe.

Anfangen erstmal aufzuräumen

Räumt den Kleiderschrank komplett leer. Beim Aussortieren kann man ruhig etwas mutiger vorgehen. Alles was kaputt ist, kneift oder doppelt vorhanden ist, kann weg. Wenn dich der Mut verlässt, leg es in eine Kiste. Schreib das Datum drauf. Stelle sie weit weg. Wenn du drei Monate nichts aus der Kiste brauchst, kann sie weg.

Was gerade keine Saison hat, kommt nicht in den Kleiderschrank. Wer einen trockenen Keller hat, ab in eine Kiste und runter. Oder staubgeschützt unters Bett, oder auf den Kleiderschrank. Es gibt viele Möglichkeiten.

Wie ich oben schon schrieb, das Kleiderschrank-Projekt steht vor jeder Jahreszeit neu an. Aber es geht von Mal zu Mal schneller. Versprochen. Und ihr freut euch über den gewonnenen Platz und die Klarheit.

Einräumen

Beim Einräumen gibt es mehrere Weisheiten: Hängen, Rollen, spezielle Falttechniken – das Prinzip ist schnell erkannt: Man muss sehen, was im Schrank ist.

Beim Einräumen habe ich schon mal nach Typ sortiert, also Blusen zu Blusen, Jacken zu Jacken und eine Saison später habe ich nach Farben sortiert. Also alles Blaue in einer Reihe… dann alles Schwarze. Ich persönlich falle immer wieder nach dem Sortieren nach Typ zurück. Ich ziehe mich nicht von Kopf bis Fuß in einer Farbe an. Wenn ich weiß, welche Hose ich mit welcher Jacke anziehen will, dann schaue ich nur noch nach einem Shirt. Das ist für mich einfacher. Probiert es aus.

Fraukes Kleiderschrank in der Wintersaison. 6 Hosen, 5 Pullover und ca.20-30 Teile die Hängen

Fazit: Es gibt nicht den perfekten Ratgeber für Ordnung im Kleiderschrank. Ich habe unendlich viele Bücher darüber gelesen, Seminare gebucht und eine Kleiderschrankberatung in Anspruch genommen. Meine Erkenntnis ist: Wer weniger hat, kann besser Ordnung halten und hat einen besseren Überblick. Behaltet die Ausdauer. Meinen Kleiderschrank räume ich zweimal im Jahr komplett leer; es geht immer schneller und man wird mit jedem Mal klarer. Heute habe ich festgestellt: Ich werde keine weißen Blusen mehr kaufen, sie stehen mir einfach nicht. Und in jedem Ratgeber steht: ein Basic ist die weiße Bluse. Löst euch von Ratgebern, Listen und Must-haves. So wie ihr euch jetzt gleich schon von den ersten Klamotten löst.

(Bilder: private Überlassung, privat und Pixabay)

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