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(Un)perfekte Welt

Bekannte aussortieren?

Kann man auch seinen Freundes- und Bekanntenkreis aufräumen?

Ein etwas provokanter Titel dieses Artikels, oder? Macht man sowas, Bekannte ausmisten, oder gar Freunde?

Naja, es kann vorkommen, dass frühere Freunde irgendwann keine Freunde mehr sind. Aus den unterschiedlichsten Gründen kann sowas vorkommen, zum Beispiel auf Grund einer Trennung, bei der sich die Freunde zu den „Seiten“ sortieren, nach einem Umzug… Oder es kommt vor, dass sich bei Menschen, die man für Freunde hielt, herausstellt dass sie doch nie welche waren. Solche Beziehungen können einem dann einfach nicht mehr gut tun.

Schwarz-weiß-Bild, Waldweg, im Vordergrund steht eine Frau, jemand anderes geht weg

Ich persönlich kann mich von Kontaktdaten schlecht trennen – man könnte sie ja irgendwann nochmal brauchen, und sie fressen ja kein Brot, wenn sie einfach nur im Telefonbuch schlummern. Ich habe es trotzdem gemacht vor nicht allzu langer Zeit, endlich…

Wer muss gehen?

Das ist aber erst der zweite Schritt: Viel schwerer ist es, die Entscheidung zu treffen, wen man in seinem Freundes- und Bekanntenkreis nicht mehr haben möchte. Oder positiver formuliert: Wen man noch zu seinen Lieben zählen möchte. Es klingt hart und arrogant, wenn man davon spricht, „Menschen auszusortieren“ – für das eigene Wohlbefinden ist es manchmal aber erforderlich.

Energievampire

Warum? Weil manche Menschen Energievampire sind. Treffen können, auch wenn sie nur als nettes Zusammensein geplant waren, furchtbar anstrengend sein. Andere Menschen melden sich nur, wenn sie etwas von einem wollen. Eine Information, Hilfe bei irgendwas, oder sich auskotzen. Manchmal macht man so einiges für bestimmte Personen, und nie ist es gut genug. Oder man ist bei allem, was denjenigen geschieht, irgendwie immer Schuld, während die Person selbst nur Opfer ist.

berstende Kette vor explodierendem Hintergrund, mit Text Break Free

Wird etwas davon ein immer wieder auftretendes Muster, sollte man irgendwann wirklich überlegen, ob man nicht einen Schlussstrich ziehen muss. Dabei macht es definitiv ein besseres Gefühl, wenn man selbst das Heft in der Hand hat. Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende – auch wenn ich es verstehen kann, wenn manchmal Beziehungen einfach nur langsam auslaufen, ohne großen Knall. Der ist nicht immer nötig.

Ghosting – unerfreulicher Trend

Das sogenannte Ghosting ist dabei gerade ein unerfreulicher Trend, bei dem es nur einseitig so ist, dass man sich einfach nicht mehr meldet. Es lässt die andere Seite ratlos und betroffen zurück und gehört sich nicht. Anders ist es, wenn sich beide Seiten immer weniger melden.

Geben und Nehmen

Klar, es geht in Freundschaften und Bekanntschaften nicht nur darum, dass sie einem selbst gut tun. Die andere Person soll auch etwas davon haben, und es darf auch gern mal zeitweise die eine oder andere Seite deutlich mehr aus einer Beziehung ziehen. Trotzdem gibt es manche Beziehungen, die man lieber schlagartig beendet. Darüber haben wir auch schonmal hier geschrieben…

Ein herrliches Buch darüber (und über andere Dinge, um die man sich nicht scheren sollte) ist „Am Arsch vorbei geht auch ein Weg“ (Affiliate Link) – wobei wir da nicht alle drei gleich angetan von dem Buch waren! Zitat: „… das schlimmste Buch, für das ein Baum gefällt werden musste.“ 🙂

Nach dem Ende von Freundschaften…

Die Menschen, mit denen man keinen Kontakt mehr haben möchte, gehen einem vielleicht noch eine Weile unter die Haut. Wem das nicht so geht, der muss schon abgebrüht sein, glaube ich. Wenn man auf die eine oder andere Weise noch verbunden bleibt und Kontakte nicht vermeiden kann, muss man seinen eigenen Umgang damit finden.

Wandgemälde von Mädchen, dem ein roter Herzballon davonfliegt

Aber die Zeit hilft auch dabei! Mit ein bisschen Glück ist das Unbehagen, wenn man sich mal über den Weg läuft, nach einer Weile verschwunden, und man kann sich vielleicht sogar wieder ganz neutral oder sogar freundschaftlich begegnen. Ich habe davon gehört, dass das durchaus vorkommt 🙂

Bilder: pixabay und eigenes

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